von Friedrich von Schiller

Bedingt durch alte politische Spannungen sowie die Zuwanderung von Ausgebombten, Flüchtlingen und Vertriebenen herrschte in der unmittelbaren Nachkriegszeit eine schlechte Stimmung in Niederelsungen.

 

Um dem abzuhelfen wurde 1949 die Initiative des im Jahr zuvor verstorbenen Dorlfehrers Erich Oberlist wiederaufgenommen, durch gemeinsames Theaterspiel die Dorfbewohner zu vereinen. Es begann mit einfachsten Mitteln: Spendengelder aus dem Dorf, selbstgemachte Kostüme und selbstgemalte Kulissen auf einer provisorisch zur Bühne hergerichteten Waldlichtung. 

 

Nachdem man den Tell zunächst in Eigenregie spielen wollte, musste am Ende doch ein Fachmann her. Der aus Kassel stammende Lehrer Axel Herwig vollbrachte dann das Wunder in nur zehn (!) Tagen eine bis dahin recht magere Inszenierung zur Aufführungsreife zu bringen. Über 200 Personen wirkten vor und hinter den Kulissen mit. Auch 25 Pferde und sogar eine ganze Schafherde waren zu sehen.

 

Und der Plan ging auf: aus einem zerstrittenen Dörfchen wurde „ein einig Volk von Brüdern" und...
DAS SPIELENDE DORF.

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Spieljahr: 1950
Spielleitung: Axel Herwig
Aufführungen: 7
Besucher: 8000

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